KAMPFHUNDE


Ein vermeintlicher "Kampfhund" beim vertrauten Spiel mit einem Kleinkind
Der 26. Juni 2000 erschütterte Deutschland: In Hamburg bissen zwei Hunde den sechsjährigen Jungen Volkan K. tot. Die zwei Hunde "Gipsy" und "Zeus" waren sogenannte "Kampfhunde", Rassen denen fälschlicherweise eine angeborene Aggressivität nachgesagt wird. Dabei ist alles die Schuld des Hundehalters.

Der Tod von Volkan zog längst fällige Änderungen der Gesetzeslage mit sich - nur leider die falschen. 49 Hunderassen galten plötzlich als "Kampfhunde" und wurden extremen Haltungs- und Zuchtbeschränkungen unterworfen, bzw. ganz verboten. Die Folge war, dass unzählige Familienhunde eingezogen und teils getötet wurden. Wiedereinmal hatten die deutschen Behörden komplett versagt.


Skandal in Hamburg - was geschah wirklich?
"Kampfhunde" gibt es nicht!
Der Begriff "Kampfhund" ist eigentlich völlig schwachsinnig. Aufgrund der heftigen Debatte haben sich inzwischen viele Experten öffentlich geäußert und klargestellt: es gibt keine Hunderassen, die von Geburt an eine Veranlagung zur Aggressivität haben. Es gibt lediglich einige Rassen, bei denen eine brutale Abrichtung durch Menschenhand zu verhängnisvollen Auswirkungen führen kann. Hunde wie Pittbulls oder American Staffordshire haben einen wesentlich kräftigeren Kiefer als z. B. ein Pinscher und können deshalb leichter jemanden schwer verletzen.
Das einzige was manchen Experten behaupten ist, dass es innerhalb einer Rasse aggressive Zuchtlinien geben kann, wenn man immer zwei besonders aggressive Individuen miteinander paart.

Die erlassenen Regelungen
Nach dem Drama in Hamburg erließen die deutschen Behörden in nie zuvor gesehener Geschwindigkeit Gesetze und Verordnungen gegen die sogenannten "Kampfhunde" und ihre Halter. Viele Rassen wurden ganz verboten und unzählige Hunde wurden eingezogen und eingeschläfert. Andere Rassen mussten einem dubiosen Verhaltenstest unterzogen werden, bei dem die Halter die Ungefährlichkeit ihres Hundes nachweisen mussten. Wenn ein Hund nach einem Schlag mit einem Aktenkoffer auf den Kopf nach dem Angreifer schnappte, wurde er umgehend eingeschläfert.
Grauenhafte Situationen ergaben sich, Hunde wurden inmitten von Menschengruppen auf öffentlichen Straßen von Einsatzkommandos der Polizei hingerichtet. Ob die Sicherheit für die Menschen so besser gewährleistet werden konnte, ist mehr als fraglich.

Der Widerstand beginnt...
Aber auch der Widerstand der deutschen Bevölkerung ließ nicht lange auf sich warten. Tausende gingen auf die Straßen und demonstrierten, unzählige Anzeigen gegen Hunde-Gutachter, Polizisten und Staatsanwälte überschwämmten die Gerichte.

Die AWC kämpft mit!
Auch die AWC meldete sich schnell zu Wort, ging mit breiter Informationsarbeit an die Öffentlichkeit und mischte bei Demonstrationen mit. Mit der "Kinder für Familienhunde Kampagne" setzte die AWC ein besonderes Zeichen im Kampf gegen den behördlichen Schwachsinn (mehr dazu unter: Jugendgalerie).

... und der Widerstand zeigt Erfolge
Nach und nach erklärten die Gerichte die "Kampfhunde-Verordnungen" für rechtswidrig und ungültig, das Chaos lichtete sich. Aber immer noch muss für die Rechte unserer geliebten Vierbeiner gekämpft werden.

Aktionen und Ihre Bilder

Hier finden Sie einige Domumentationen von Aktionen gegen die Rasselisten der deutschen Behörden.
Demo in Düsseldorf     Aktion Zollstock     Int. Gerichtshof für Tiere
Noch ein Beweis gegen die angeborene Aggressivität


© Association for Wildlife Conservation e. V.