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Lebensbedingungen
Elektroschocks, Peitschen, Ketten und spitze Eisenhaken sind die Waffen mit denen die Zirkustiere von vielen Dompteuren bei der Dressur gequält und gefügig gemacht werden. Gefährliche Tierarten setzt man in der Manege und während des Transportes oft unter Drogen damit sie ruhig bleiben. Elefanten werden teilweise auch heute noch angekettet, Giraffen müssen beim Transport stundenlang liegen, bei Raubkatzen wird unter Gewaltanwendung Flucht- und Angriffsverhalten provoziert, damit sie die Tricks zeigen, vor der Aufführung bekommen die Tiere meist kein Wasser, damit sie nicht in der Manege urinieren und zwischen den Auftritten vegetieren sie in engen Käfigen dahin. Oft werben Zirkusse mit Plaka-ten, auf denen freie Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum dargestellt werden. Doch gerade die Zirkusse nehmen diesen Tie-ren die Freiheit und lassen sie in engen Käfigen und bei der Dressur leiden.
Exoten und bedrohte Arten
Viele Zirkusse halten und dressieren bedrohte und stark gefährdete Tierarten. Vor allem Exoten sollen Publikum einbringen und begeistern. Dabei werden Arten wie z. B. der Sibirische Tiger, von dem es in der Wildnis nur noch ca. 400 Exemplare gibt, oft auf illegale Weise erworben, da ein offizieller Handel mit diesen Tieren durch das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) verboten ist. Die Zirkusse argumentieren, dass die Tiere aus eigener Zucht oder Zoos stammen. Da die Lebensbedingungen von Zirkusstieren äusserst ungünstig sind, ist eine eigene Paarung und Nachzucht nahezu auszuschließen (bis auf Löwen). Und seriöse Zoos geben keine Tiere an Zikusse ab.
In Anhang 1 (absolutes Handelsverbot) der CITES gestuft und trotzdem oft von Zirkussen missbraucht: Sibirischer und andere Tiger, Asiatischer und Afrikanischer Elefant, Schimpansen, Eis- und Braunbären, Nashörner, Flusspferde, Gorillas, Orang-Utans, Schneeleoparden, Krokodile, usw.
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Ethischer Aspekt:
Freiwillig können nur Menschen im Zirkus auftreten, Tiere werden dazu immer gezwungen, auch wenn es für den Laien so scheinen mag, dass sie Spass daran haben. Die Tiere stellen in der Manege ein lächerliches Bild des Menschen dar, doch macht sich je ein Besucher Gedanken über das wirkliche Leben dieser gequälten Kreaturen?
Was können Sie tun?
Das wichtigste: besuchen Sie keine Zikusse, die mit Tieren arbeiten! - boykottieren Sie sie!
Weiterhin können Sie, wenn ein Zikuss in Ihre Stadt kommt, die Lebensbedingungen der Tiere beobachten. Sollte Ihnen dabei etwas auffallen, melden Sie es bitte sofort der AWC, örtlichen Tierschutzorganisationen, der Polizei oder dem zuständigen Veterinäramt. Alle Daten über Missbrauch, vor allem Bilder, helfen uns weiter.
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